RICHTIG ANLEGEN SCHRITT FÜR SCHRITT
FRANKFURT AM MAIN, 3. FEBRUAR 2009 – NACH DEN EINBRÜCHEN AM AKTIENMARKT UND DEN TURBULENZEN AM GLOBALEN BANKEN- UND FINANZMARKT GEHEN IMMER MEHR DEUTSCHE ANLEGER AUF NUMMER SICHER. DAS ZAHLT SICH AUS: WER BEI SEINER ENTSCHEIDUNG FÜR EIN ANLAGEPRODUKT GENAU HINSIEHT, KANN UNERFREULICHE ÜBERRASCHUNGEN VERMEIDEN.
Während Aktienkurse auf Achterbahnfahrt gehen und Investmentfonds reihenweise ins Schlingern geraten, stehen sicherheitsorientierte Geldanlagen wieder hoch im Kurs. Spekulieren ist out, garantierte Erträge sind in. Deutschland scheint sich wieder zum Sparbuchland früherer Tage zu entwickeln. Als Ausweg bieten sich überdies auch Tages- und Festgeldprodukte an. Mit ihnen lassen sich zwar keine zweistelligen Traumrenditen erzielen, aber langfristig fährt der Anleger ansprechende Erträge ein, ohne das eigene Vermögen aufs Spiel zu setzen. Und das wiederum schont die Nerven.
Wer sich für eine Kapitalanlage in Tages- oder Festgeldern interessiert, sollte sich an folgende bewährte Schrittfolge halten:
- Verfügbares Kapital ermitteln: Wie viel Geld steht zur Anlage überhaupt zur Verfügung? Dabei sollte stets ein Polster für Notfälle und unerwartete Anschaffungen wie Ersatz für die kaputte Waschmaschine oder eine größere Reparatur am Auto kurzfristig verfügbar verbleiben. Experten raten hierbei zu mindestens zwei Monatsgehältern.
- Anlagehorizont ermitteln: Wie lange kann auf das Geld verzichtet werden? Dabei ist das Grundprinzip ganz einfach: Je länger ich mein Geld fest anlegen kann, desto höher ist der garantierte Zins. Viele Situationen, in denen man auf das Ersparte zurückgreifen muss, lassen sich Monate oder sogar Jahre im Voraus planen – der Beginn einer Ausbildung, die Anschaffung eines neuen PKWs, die Renovierung der Wohnung. Entsprechend lang lässt sich der Anlagezeitraum für Festgeld wählen. Wer hingegen flexibel bleiben will, verzichtet auf einen geringen Mehrzins und beschränkt sich auf Tagesgeld mit variablem Zinssatz.
- Zwischen Filial- und Online-Beratung wählen: Lege ich mein Geld günstig via Internet an? Inzwischen gibt es neben den herkömmlichen Banken auch zahlreiche spezialisierte Dienstleister im Internet mit kostenlosen Tages- und Festgeldkonten. Online-Produkte können kostengünstiger erstellt und damit zu besseren Konditionen angeboten werden. Im Gegenzug holt sich der Anleger die persönliche Beratung nicht in der Filiale vor Ort, sondern auf der Website der Bank oder erfragt Details zum Online-Banking telefonisch.
- Anbieter auswählen: Wem vertraue ich mein Geld an? Gerade vor dem Hintergrund der Misere am weltweiten Kapitalmarkt lohnt sich der Blick hinter die Kulissen – wie stark ist die Bank hinter dem Tages- oder Festgeldangebot von der Immobilien- und Finanzkrise betroffen? Welche Sicherheiten werden mir als Anleger geboten? Bin ich gesetzlich zum Beispiel nach deutschem oder niederländischem Recht gegen Verlust geschützt? Andernfalls drohen allen vollmundigen Versprechungen zum Trotz herbe Einbußen.
- Produktentscheidung treffen: Welches Angebot ist das beste – samt Kleingedrucktem? Viele Tages- und Festgeldofferten mit vermeintlich unschlagbaren Zinsen erweisen sich letzten Endes als Lockangebote– hier kommt es auf einen genauen Blick auf die Konditionen an. Oftmals gelten die beworbenen Spitzenzinsen nur für Neukunden, nur bis zu einer bestimmten Anlagesumme, nur kurze Zeit oder nur unter ganz bestimmten anderen Voraussetzungen. Gerade unerfahrene Anleger lassen sich allzu oft von versprochenen Traumrenditen blenden. Im Zweifel lohnt es sich, genau nachzurechnen. Dazu gibt es im Internet kostenlose Vergleichsrechner, die einem bei der Kaufentscheidung helfen.
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